Panorama

ESP Nr. 16 Synthese- und Ausblickveranstaltung 4. März 2026

„Gemeinsam wollen wir einen Beitrag zur wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinden leisten“, sagte der Zofinger Stadtpräsident André Kirchhofer, als er am 4. März 2026 rund 50 Personen zur Synthese- und Ausblickveranstaltung des Projekts „Umsetzung Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Nr. 16“ im Forum Siegfried begrüsste. Eingeladen waren die im Projektperimeter ansässigen Grundeigentümerschaften, Firmen und Mietenden.

 

Der ESP Nr. 16 ist als wirtschaftlicher Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung im Richtplan des Kantons Aargau festgesetzt. Das Arbeitsgebiet liegt westlich der Bahngleise zwischen dem Bahnhof Zofingen und der Kehrichtverbrennungsanlage. Das Projekt „Umsetzung Entwicklungsschwerpunkt Nr. 16" hat der Kanton Aargau 2023 gemeinsam mit Zofingenregio, den Standortgemeinden Zofingen, Oftringen und Strengelbach sowie der Wirtschaftsförderung Oftringen-Rothrist-Zofingen lanciert. Ziel ist es, gute Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Gebiets zu schaffen. Nun hat das Projektteam den Massnahmenplan veröffentlicht und über die Ergebnisse der Planung und die nächsten Projektschritte informiert.

 

Konkrete Massnahmen sind formuliert

 

Als Grundlage für den Massnahmenplan dienten eine wirtschaftliche Potenzialanaylse und eine räumliche Analyse. Die Bedürfnisse der Firmen und Grundeigentümerschaften wurden im Rahmen von Einzel- und Gruppengesprächen sowie an einem grossen Workshop abgeholt. Der Massnahmenplan, erarbeitet in Zusammenarbeit mit KEEAS aus Zürich, enthält ein Zielbild und Leitsätze zur Entwicklung des ESP Nr. 16. Das Zielbild gliedert sich in drei Handlungsfelder: "Erschliessung und Mobilität", "gemeinschaftliche Einrichtungen" und "Aufenthalts- und Bewegungsräume". 

 

Der Schlussbericht formuliert Massnahmen zur Umsetzung: Einerseits soll die Erschliessung verbessert werden. Andererseits braucht es sichere und attraktive Fuss- und Velowege ins Gebiet – das haben auch die Gespräche und der Workshop mit den Betroffenen gezeigt. Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist bereits im Gang, für die Anbindung ans übergeordnete Strassennetz müssen einzelne Knotenpunkte optimiert werden. Neben den verkehrlichen Massnahmen sollen gemeinschaftliche Einrichtungen wie Mobilitätshubs mit Verpflegungsangeboten entstehen, die das bestehende Angebot ergänzen. Auch hinsichtlich der Aufenthalts- und Bewegungsräume gibt es Verbesserungspotenzial: Es sollen Massnahmen ergriffen werden, um das Arbeitsplatzgebiet aufzuwerten.

 

Nächster Schritt – Konzepterarbeitung durch Externe

 

Im Februar sind die Arbeiten für ein Betriebs- und Gestaltungskonzept sowie ein Verkehrs- und Mobilitätskonzept gestartet. Darauf aufbauend sollen eine Erschliessungsplanung und ein Parkierungsreglement umgesetzt werden. Damit diese und weitere Massnahmen auch nach 2027 umgesetzt werden können, soll ein Gebietsmanagement eingesetzt werden. Hierzu wird derzeit – zusammen mit Zofingenregio, KEEAS und der regionalen Wirtschaftsförderung – ein Konzept erarbeitet. Das Gebietsmanagement soll interessierte Grundeigentümerinnen und -eigentümer bei der Entwicklung von Arealen begleiten, damit die unbebauten oder stark unternutzten Flächen im Gebiet möglichst effizient und nachfrageorientiert einer Nutzung zugeführt werden können.

 

Podiumsdiskussion zur Erreichung des Zielbilds und zur Entwicklung der Areale

 

Nach der Präsentation der Planungsergebnisse und der nächsten Projektschritte verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung eine von Wirtschaftsförderer Adrian Borer moderierte Podiumsdiskussion. Markus Steiner, Gemeindepräsident Oftringen, Katrin Schönenberger, Sektionsleiterin Verkehr Kanton Aargau, und Fredy Karlen, Site Head Siegfried Zofingen, diskutierten über die Erreichung des Zielbilds und die Entwicklung der Areale. Wenn es um die Entwicklung im ESP Nr. 16 geht, ist für Fredy Karlen die Vernetzung ein ganz wichtiger Faktor: „Es ist wichtig, dass die Firmen zu-sammenspannen.“ Möglichkeiten für Kooperationen zur Entwicklung der Areale sieht Katrin Schönenberger in vielen Bereichen, zum Beispiel Energie, Büroraum, Mobilitätshubs, Sharing-Angebote, Restaurants.

 

Zudem äusserte sie sich optimistisch, dass Verkehr und Mobilität auch im in Zukunft wachsenden Arbeitsplatzgebiet funktionieren werden: „Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Einzig das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsmittel muss noch gefördert werden“, sagte sie. Der Lang-samverkehr soll insbesondere auf den Gemeindestrassen ausgebaut und attraktiver gestaltet werden. Markus Steiner ist zuversichtlich, dass die Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Regionalplanung Zofingenregio gute Lösungen finden werden, um den Langsamverkehr zu fördern.

 

Zum Abschluss der Veranstaltung stellten Pascal Bertschi, Projektleiter Fernwärme (StWZ Energie AG) und Reto Ackermann, Teamleiter Wärmevertrieb (Primeo Energie) das Projekt „Fernwärme Unteres Wiggertal“ vor. Der Ausbau des Fernwärmenetzes stiess bei den Teilnehmenden auf reges Interesse.