Zofingenregio aktualisiert das regionale Velokonzept
Die Region Zofingen eignet sich ideal zum Velofahren: Die Topografie ist flach und viele Wohngebiete, Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten und Naherholungsräume sind auf kurzen Wegen erreichbar. Schweizweit fahren immer mehr Pendlerinnen und Pendler mit dem Velo zur Arbeit. Als Teil einer koordinierten Verkehrspolitik und um die Standortqualität zu stärken, will der Regionalverband Zofingenregio den Veloanteil am Gesamtverkehr in der Region weiter erhöhen und die Verkehrssicherheit für den Veloverkehr verbessern. Deshalb haben die Gemeinden im Regionalen Entwicklungskonzept (REK) Zofingenregio beauftragt, das regionale Velokonzept zu aktualisieren. Der Auftrag wurde an die Kontextplan AG vergeben, die Startsitzung hat kürzlich stattgefunden.
Gemeinden müssen ihre Velowegnetze behördenverbindlich planen
Das „Velokonzept Region Zofingen“ wurde 2012 mit dem Ziel erarbeitet, die Massnahmen zur Veloförderung gemeindeübergreifend zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Es deckt aber nicht alle Gemeinden des Regionalverbands ab. Zudem stellen sich heute andere Fragen: So hat der Bund mit dem Veloweggesetz inzwischen eine neue Rechtsgrundlage für die Veloverkehrsförderung geschaffen. Das Gesetz verpflichtet Kantone und Gemeinden, ihre Velowegnetze bis 2027 behördenverbindlich zu planen und bis Ende 2042 umzusetzen.
Ziele des regionalen Velokonzepts
Die Velo-Erreichbarkeit von Freizeiteinrichtungen, Schulen, Naherholungsgebieten, Bahnhöfen und weiteren Orten von regionaler Bedeutung soll sich mit dem Regionalen Velokonzept verbessern. Kommunale Verbindungen und Freizeitveloverkehr andererseits sind nicht Projektbestandteil. Das Konzept wird mit den übergeordneten kantonalen Planungen im Aargau und in Luzern abgestimmt, wo derzeit die kantonalen Velonetze erarbeitet werden.
Zielgruppe des Velokonzepts ist die breite Bevölkerung. Es gilt, die Strecken herauszuarbeiten, auf denen das meiste Umsteigepotenzial auf das Velo zu erwarten ist, die Schwachstellen auf diesen Strecken zu erfassen und Massnahmen zu deren „Reparatur“ zu formulieren. „Wir wollen einen wesentlichen Beitrag zum Umstieg auf das Velo leisten, indem wir die Sicherheit verbessern und die Attraktivität von Wegen und Infrastrukturen steigern“, erklärt Regionalplanerin Andrea Schemmel.
