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Essen

Mit Freude essen lernen

Je mehr das Kind mit allen Sinnen an der Nahrungsaufnahme beteiligt ist, desto vielfältiger ist seine Entwicklung. Es soll das Essen sehen, riechen, schmecken, fühlen und tasten können. Ein reichhaltiges Nahrungsangebot, eine entspannte Atmosphäre und das Vorbild der Eltern unterstützen sein gesundes Essverhalten. Ziel ist der Familientisch. Jedes Kind braucht seine Zeit und seinen individuellen Weg, bis es soweit ist.

Der richtige Zeitpunkt...

Der Zeitpunkt, um mit fester Nahrung zu beginnen, ist individuell. Die meisten Babys zeigen zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat Interesse und schauen den Eltern neugierig zu.

 

Anzeichen dafür sind:

  • Das Kind imitiert die Kaubewegungen der Eltern.
  • Das Kind beherrscht das Sitzen schon einigermassen.
  • Der Zungenstreckreflex (Brei wird mit der Zunge nach aussen befördert) ist nicht mehr vorhanden.
  • Die Feinmotorik ist soweit ausgereift, dass das Kind selber mit dem Essen herumexperimentieren kann.

 

Das richtige Vorgehen

Essen lernen ist immer Beikost. Das Baby wird allmählich an den neuen Geschmack, die neue Technik und die neue Konsistenz gewöhnt. Löffelweise zwischen zwei Mahlzeiten beginnen, bis das Kind den Brei schlucken gelernt hat. Nachher vor eine Milchmahlzeit setzen und steigern, bis es keine Milch mehr mag. Eine Portion ist je nach Baby sehr unterschiedlich: ca. 150 – 250 g. Das Baby signalisiert, wann es genug hat. Sobald es sitzen kann, darf es Fingerfood am Familientisch probieren. Geeignet sind Brotrinde, Reis- oder Getreidewaffeln, weiche Früchte und gekochte Gemüsestücke. Dies nur unter Aufsicht, wegen der Verschluckungsgefahr.

 

  • Essen lernen mit Karotten oder Kürbis
  • Neue Lebensmittel einzeln und im Abstand von 3–4 Tagen einführen, um Unverträglichkeiten sofort zu erkennen
  • Wechseln Sie mit dem Gemüse ab, um den Geschmackssinn des Kindes anzuregen. 
  • Wenn möglich Saisongemüse und -früchte aus biologischem Anbau, im Winter tiefgekühltes Gemüse und Tomaten aus der Dose verwenden. Diese enthalten mehr Vitamine als jene aus dem Gewächshaus. 
  • Sobald die Menge Gemüsebrei gesteigert wird und das Kind keine volle Milchmahlzeit mehr dazu trinkt, sollten dem Brei 2 Kaffeelöffel hochwertiges Öl beigegeben werden, z.B. Raps-, Weizenkeim-, Walnuss- oder Olivenöl.
  • Mageres Fleisch, z.B Rind, Kalb und Geflügel oder eher fette Fischfilets ohne Gräten, wie Forelle oder Felchen verwenden. 
  • Salz, Bouillon, Zucker und Honig im 1. Lebensjahr vermeiden
  • Zur vollen Breimahlzeit Wasser oder ungesüssten Tee anbieten, möglichst früh aus dem Becher statt aus der Schoppenflasche. Das Kind entscheidet selber über seinen Durst. 
  • Glutenhaltige Getreide (Brotgetreide) langsam in kleinen Mengen zwischen dem 5. und 7. Monat einführen

 


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